Besucherdienst in der Region

Derzeit werden fünf durch OnkoZert zertifizierte Darm(krebs)zentren und 12 weitere Akutkliniken betreut.

Im Rahmen von Kooperationsvereinbarungen bieten wir den Patienten Gespräche an und beantworten Fragen zum täglichen Leben mit der Erkrankung oder dem Handycap (Stoma). Ehrenamtlich Aktive besuchen die Betroffenen möglichst zeitnah in den Kliniken, meist allerdings erst nach der Operation. Neben der Weitergabe von persönlichen Erfahrungen und dem Weg der eigenen Bewältigung im Umgang mit Erkrankung und Handycap, möchten wir aber auch Lebensfreude vermitteln und Betroffenen auf dem Weg zurück in die Normalität und in den Alltag zur Seite stehen.

 

Oftmals wird eine derartige Operation langfristig geplant, so dass auch Gespräche bereits vor dem eigentlichen Eingriff möglich sind. Dies ist aus unserer Sicht dann besonders wichtig, wenn die Anlage eines Stomas (eines künstlichen Darmausgangs oder einer künstlichen Harnableitung) in Erwägung gezogen wird. Viele Menschen haben ein irreführende Vorstellung von einer Stomaanlage. Hier können wir unsere persönliche Erfahrung einbringen und darlegen, was ein Stoma tatsächlich ist und wie wir im Alltagsleben damit umgehen.

 

Ermöglicht wird das durch eine gute Zusammenarbeit und ständige Kommunikation zwischen gleichberechtigten Kooperationspartnern.

 

Nach Abschluss der stationären Behandlung und möglicher Rehabilitationsmaßnahmen stehen Betroffene oftmals allein vor Aufgaben und Fragen, die sich aus der Erkrankung und/oder der Stomaanlage ergeben. Hier können weiterführende Gespräche sehr hilfreich sein.

 

Ein besonderes Anliegen ist uns die Einbindung der Angehörigen in sogenannten Partnergesprächen. Diese sind sowohl im Krankenhaus aber auch zu Hause möglich und können je nach Wunsch getrennt, aber auch gemeinsam erfolgen. So können wir ganz gezielt auch auf die Bedürfnisse der Partner und Familienangehörigen, also der mittelbar Betroffenen, eingehen.

 

Für junge Betroffene haben wir Ansprechpartner im Alter von 20 bis 45 Jahren und ebenso für Betroffene mit einem Urostoma (künstliche Harnableitung).

 

In einem unserer ehrenamtlich Aktiven finden Sie immer einen adäquaten Gesprächspartner. Manchmal ist es auch sinnvoll, diese Gespräche erst nach dem Klinikaufenthalt zu führen. Aus diesem Grund bieten wir auch Besuche bei Ihnen zu Hause an.

Haben Sie keine Hemmungen uns anzusprechen:
Wir wissen aus der ganz persönlichen Erfahrung, was Sie beschäftigt.

Unsere Aktiven im Besucherdienst

  • sind Betroffene oder Angehörige eines Betroffenen

  • haben ihre Erkrankung und/oder das Stoma verarbeitet, sowie eine
    positive Einstellung zur eigenen Erkrankung, zum Handycap und ihrem Leben

  • haben ein sympathisches Wesen und ein gepflegtes äußeres Erscheinungsbild

  • können gut zuhören – richtig fragen – sinnvoll antworten

  • sind psychisch belastbar

  • sind verlässlich

  • werden in Partnergesprächen durch ihre Partner unterstützt

  • können Mut machen und vermitteln Lebensfreude

  • werden regelmäßig in ihren Aufgaben geschult